Fliegerärztliche Augenuntersuchung


Vorbereitung / Mitbringen

Bitte Brille mitbringen.

Tendenz Behandlungszeit

  • mittel (10-20 Min.)

Kosten

85,00 €

Beschreibung

In Zusammenarbeit mit der fliegerärztlichen Untersuchungsstelle an der Berliner Charité, RVK, Augustenburger Platz 1, Leiter Dr. Thorsten Onno Bender, führen wir alle notwendigen Augenuntersuchungen (Erstuntersuchungen und Folgeuntersuchungen) für Berufspiloten Klasse 1 (AMC1) , Privat-Piloten Klasse 2 (AMC2), Klasse 2 LAPL-Piloten, Personal der Flugsicherung und Kabinenpersonal (Flugbegleiter/-innen) durch.

Anmeldung

Telefonisch unter 030-4552000 oder über das Kontaktformular zu einer solchen Untersuchung an, die bevorzugt Dienstags von 12-15 Uhr stattfindet (andere Termine ggfs. möglich).


Welche Mindestanforderungen gelten für Klasse 1-Piloten bei Erstuntersuchung?

Fernvisus für jedes Auge mit oder ohne Korrektur mindestens 0,7; beidäugig 1,0.  Grenzwerte für die unkorrigierte Sehschärfe sind nicht festgelegt.

Refraktion/ Dioptrien:

Bei Erstuntersuchung gelten folgende Grenzwerte: eine Hyperopie von max. +5.0 Dioptrien;  eine Myopie von max. -6.0 Dioptrien und keine pathologischen Veränderungen an der Netzhaut. Überschreitet der Refraktionsfehler -3.0 oder +3.0 Dpt muss eine augenärztliche Nachuntersuchung alle 4 Jahre erfolgen. Eine Überschreitung von -6,0 Dpt. , ein Astigmatismus von über -3.0 Dpt oder eine Anisometropie von > 3.0 Dpt ist zulässig: wenn keine pathologischen Veränderungen an der Netzhaut bestehen; wenn die bestmögliche Korrektur getragen wird; wenn die Sehschärfe auf jedem Auge 6/6 (1.0) ist und ein normales Gesichtsfeld besteht beim Tragen der Brille. Eine Nachuntersuchung durch einen Augenarzt muss dann alle 2 Jahre erfolgen.

Binokularsehen und Gesichtsfeld
Bewerber müssen ein normales Gesichtsfeld aufweisen. Erlaubt sind 2 Prismendioptrien vertikale Phorie; 10 PRDPT Esophorie und 8 PRDPT Exophorie in 6 Meter Entfernung und 1 Prismendioptrie vertikale Phorie; 8.0 PRDPT Esophorie und 12.0 PRDPT Exophorie in 33 cm Entfernung. Die Fusionsbreite muss ausreichend sein, so dass keine zeitweilige Diplopie oder Asthenopie besteht.

Farbensehen
Bewerber Kl. 1 müssen die ersten 15 Tafeln der 24-Tafel-Ishihara-Tafeln, die in zufälliger Reihenfolge gezeigt werden, fehlerfrei erkennen.

Bei Substandard-Vision (einseitige Sehschwäche): tauglich, wenn die Sehschärfe mindestens 0.3 und die Sehschärfe auf dem besseren Auge 1.0 ist; mit dem schlechteren Auge wird Intermediärvisus N14 und Nahvisus N5 erkannt.

Welche Mindestanforderungen gelten für Kl. 2-Piloten?

Fernvisus für jedes Auge mit oder ohne Korrektur mindestens 0,5; bei beidäugigem Sehen 0,7.
Bei einer Sehschärfe auf einem Auge unter dem Grenzwert oder bei funktioneller Einäugigkeit (einseitige angeborene Sehschwäche): tauglich, wenn eine zufriedenstellende augenärztliche Beurteilung gegeben ist und der medizinische Sachverständige der Genehmigungsbehörde (Fliegerarzt) ihn als tauglich beurteilt. Bewerber müssen, ggfs. mit Sehhilfe, mindestens eine Tafel vom Typ N5 (oder gleichwertig) aus einer Entfernung von 30-50 cm lesen können und
bzgl. Intermediärvisus (Visus in 1 m) die Tafel vom Typ N14 erkennen.

Weitere Bedingungen:
Keine Diplopie (Doppelbilder). Stabiles Einfachsehen, stabile Fusion. Normales beidäugiges Gesichtsfeld. Normales Farbensehen. Wenn dies nicht vorhanden ist, wird die Auflage VCL (nur Tagflug) erteilt.

Was gilt bzgl. Brillen und Kontaktlinsen?

Brillenträger Kl. 1 und 2
Brillenträger sollten Monofokalgläser oder Gleitsichtgläser tragen. Multifokale Kontaktlinsen sind nicht zugelassen. Monovision ist nicht zugelassen. Sonnenbrillen sollen eine feste Tönung haben, keine phototropen Gläser.