Führerscheingutachten (PKW, LKW, Taxi)

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Vorbereitung / Mitbringen

Anmeldung

Bitte melden Sie sich dafür entweder telefonisch unter 030-4552000 oder über das Kontaktformular zu einer solchen Untersuchung an.

Bitte die Brille(n) mitbringen.

Tendenz Behandlungszeit

  • eher lang (20-30 Min.)
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Beschreibung

Wir führen Augenuntersuchungen und Gutachten für alle Führerscheinklassen durch.
In manchen Fällen reicht ein einfacher Sehtest aus, in manchen Fällen wird von den Behörden ein Führerscheingutachten vom Augenarzt gefordert. Dieses Führerscheingutachten beinhaltet seit 01.07.2011 die Überprüfung des Gesichtsfeldes, des Farbempfindens, des Dämmerungssehens, des räumlichen Sehens und der zentralen Sehschärfe. Außerdem werden die Augen auf organische Veränderungen und verdeckte Schielstellungen untersucht.

Kosten

Sehtest: 7,50 €
Gutachten: 85,00 €


Fragen und Antworten


Wann reicht ein einfacher Sehtest für Klasse A, B , AM, L und T aus?

Wenn die Sehschärfe auf beiden Augen jeweils mindestens 0.7 beträgt (geprüft mit Landolt-Ringen) reicht ein augenärztliches Attest oder ein Sehtest von einer amtlich anerkannten Sehteststelle (z.B. Optiker) nach DIN 58 220 (= Sehtest) zur Erlangung des Führerscheins der Klasse A, B, AM, L und T aus. Es kostet 7,50 €.

Wann braucht man ein augenärztliches Gutachten für Klasse A, B, AM, L, T?

Wenn die korrigierte Sehschärfe eines Auges unter 0.7 (70%) liegt.

Welche Mindestanforderungen der Sehfähigkeit bestehen für Klasse
A, B , AM, L und T?

Klasse A, B, AM, L und T: Mindestsehschärfe 0,5 / 0,2; bei Einäugigkeit 0,6; Gesichtsfeld beidäugig wenigstens bis 120°, keine Doppelbilder; bei Einäugigkeit muss ein normales Gesichtsfeld bestehen. Das Dämmerungssehen muss seit 1.7.11 geprüft werden und über das Ergebnis muss der Bewerber aufgeklärt werden. Ggfs. kann eine Empfehlung zum Verzicht auf Nachtfahrten schriftlich eingetragen werden.

Wann (für welche Klassen) benötigt man immer ein augenärztliches Gutachten?

Für Klasse C, D, CE, DE und Taxi (P-Schein) wird immer ein augenärztliches oder arbeits-/ betriebsärztliches Gutachten benötigt.

Welche Mindestanforderungen gelten für Klasse C, D und P-Schein bei B?

Voraussetzung ist:
Mindestsehschärfe 0,8/ 0,5. Wobei die Korrektur nur bis maximal +/- 8.0 Dioptrien zulässig ist. Ohne Korrektur darf die Sehschärfe auf keinem Auge 0,05 unterschreiten. Das Gesichtsfeld muss mindestens bis 70° horizontal nach rechts und links und 40° vertikal nach unten betragen. Die zentralen 30° müssen beiderseits frei sein; keine Doppelbilder und kein Schielen im Gebrauchsblickfeld (25° Aufblick, 30° Re- und Li-Blick, 40° Abblick).

Ausschluss bei Schielen ohne konstantes binokulares Einfachsehen.

Farbensehen: Rotschwäche mit einem Anomaliequotienten unter 0,5 schließt nicht mehr vom Erwerb der Klassen D, DE und der Erlaubnis zur Personenbeförderung (Taxi, P-Schein) aus. Der Bewerber muss jedoch darüber aufgeklärt werden, welche Gefahren bestehen. Es muss ferner das Dämmerungssehen und die Blendempfindlichkeit geprüft werden. Wiederum muss der Bewerber über das Ergebnis aufgeklärt werden. Es kann in einigen Fällen eine Empfehlung für den Verzicht auf Nachtfahrten schriftlich vermerkt werden.

Welche erweiterte Regelungen gelten seit 2011?

In Einzelfällen kann unter Berücksichtigung von Fahrerfahrung und Fahrzeugnutzung der Visus des schlechteren Auges für die Klassen C, CE, C1, C1E unter 0,5 liegen. Ein Wert von 0,1 darf nicht unterschritten werden. Dies gilt nicht für P-Scheine (Taxi, Bus)!

Farbensehen

Farbensehen: Rotschwäche mit einem Anomaliequotienten unter 0,5 schließt nicht mehr vom Erwerb der Klassen D, DE und der Erlaubnis zur Personenbeförderung (Taxi, P-Schein) aus. Der Bewerber muss jedoch darüber aufgeklärt werden, welche Gefahren bestehen (z.B. können Rücklichter und Bremslichter bei Dunkelheit und Regen nicht leicht voneinander unterschieden werden).