Aufbau des Auges

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Das Licht gelangt durch Hornhaut, Pupille, Linse und Glaskörper auf die Netzhaut. Die Stelle des schärfsten Sehens heißt Makula, das darin enthaltene höchstauflösende Areal wird Fovea (Sehgrube, gelber Fleck) genannt. Die Makula ist die wertvollste und gleichzeitig empfindlichste Stelle des Auges. Sie hat keine Gefäße und wird nur durch Diffusion aus der Aderhaut ernährt. Sie ist bei geöffneten Augen ständig dem hochernergetischen UV-Licht ausgesetzt. Deshalb liegen die lichtsensitiven Photorezeptoren dem Licht abgewandt tief in der Netzhaut, knapp über der Aderhaut. Dort können sie bestmöglichst ernährt und auch gekühlt werden. Kühlung benötigen sie wegen des hohen Energieumsatzes. Die Außensegmente der Photorezeptoren werden mehrmals am Tag abgestossen und erneuert, der Zellmüll wird von Zellen des Pigmentepithels aufgenommen und entsorgt. Wenn die Entsorgung mit zunehmendem Alter nicht mehr richtig funktioniert, wird der Zellmüll in kleinen Paketen unter der Netzhaut abgelagert. Diese kleinen Müllpakete werden "Drusen" genannt - Zeichen für die trockene Makuladegeneration (trockene AMD). Der Eintritt des Sehnerven in das Auge ist der sogenannte blinde Fleck, da dort keine Photorezeptoren sind. Eigentlich müsste man mit jedem Auge diesen blinden Fleck wahrnehmen, jedoch ergänzt jeweils das andere Auge diesen Ausfall.